
Das Job-Mobil tourt im Oktober durch den Schwalm-Eder-Kreis. Diesmal steht bei den Arbeitsvermittlern die Generation 50 plus im Fokus. Foto: Utpatel
Schwalm-Eder. „Ich schau mich nur mal so um“ – was beim Einkaufen im Laden selbstverständlich ist, soll jetzt auch wieder bei der Arbeitsvermittlung der Fall sein. Unter dem Motto „starten statt warten“ beginnt das „Job-Mobil“ der Arbeitsagentur Mitte Oktober seine Herbst-Tour durch Nordhessen.
„Wir haben im Moment nur 4,5 Prozent Arbeitslosigkeit“, freute sich Landrat Frank-Martin Neupärtl bei der Vorstellung des Job-Mobils in der Kreisstadt Homberg. Trotzdem sei jeder Arbeitssuchende einer zu viel, und so soll das Job-Mobil bei der Suche helfen.
„Nicht jeder hat zuhause einen Internetanschluss“, erinnerte Hans-Gerhard Gatzweiler, Geschäftsführer der Arbeitsförderung (ARGE) Schwalm-Eder. Auch ein ursprünglich geplanter fester Laden würde wohl kaum von Menschen aus den Nachbarlandkreisen aufgesucht werden.
Im Job-Mobil dagegen könne man sich unverbindlich und anonym informieren, ohne gleich seine Daten hinterlassen zu müssen. Folglich werde auch nicht nachgeprüft, wer sich wann und wo tatsächlich bewirbt, versprechen Christine Kallas und Nicole Sperk, die mit dem Job-Mobil unterwegs sein werden.
Während es für Arbeitnehmer einigermaßen gute Perspektiven gibt, verschärft sich die Lage für Arbeitsgeber. In einigen Branchen, etwa bei Speditionen und Logistik, werde es immer schwieriger, ausreichend Leute für freie Stellen zu finden.
Generation 50plus im Visier
„Wir sind gespannt, wie das Job-Mobil angenommen wird“, sagt Anna Heinemann, die sich für eine Guxhagener Spedition um Fahrpersonal und Qualitätsmanagement kümmert.
Um Arbeitsgeber und Arbeitsuchende noch besser zusammen zu bringen richtet sich der Fokus auf die Generation „50 plus“. Angesichts der Veränderungen in der Altersstruktur sollen mehr Arbeitgeber dazu ermutigt werden, diese so genannten älteren Arbeitnehmer einzustellen.
Die Über-50-Jährigen seien besonders zuverlässig, bestätigt Peggy Stern von einer Spedition in Ostheim: „Davon hätten wir gerne mehr!“
EXTRA INFO
Im Job-Mobil nach Arbeit fragen!
An folgenden Tagen macht das Job-Mobil auf seiner Tour durch den Schwalm-Eder-Kreis Station:
• Montag, 17. Oktober, 10.00 bis 13.00 Uhr, Fritzlar, Marktplatz; 15.00 bis 18.00 Uhr, Homberg, Stellbergsweg
• Dienstag, 18. Oktober, 10.00 bis 13.00 Uhr Guxhagen, Zum Ehrenhain 2; 15.00 bis 18.00 Uhr, Melsungen, Am Rathaus
• Mittwoch, 19. Oktober, 10.00 bis 13.00 Uhr, Bad Zwesten, Rewe Kasseler Straße; 15.00 bis 18.00 Uhr, Borken, Bürgerhaus
• Donnerstag, 20. Oktober, 10.00 bis 13.00 Uhr, Neukirchen, Nicolai-Apotheke; 15.00 bis 18.00 Uhr, Treysa, Rewe Walkmühlenweg.

06/02/2012 um 20:19
Gibt es schon eine Terminliste für 2012?
09/10/2011 um 14:03
“Im Job-Mobil dagegen könne man sich unverbindlich und anonym informieren, ohne gleich seine Daten hinterlassen zu müssen.”
Gute Ausrede um keinen Nachweis über eine positive Kosten/ nutzen Analyse erbringen zu müssen.
Denn:
In der Zeitung und im Internet sowie an den Aushängen in der BA bzw dem Jobcenter kann ich das auch.
“nur 4,5 Prozent Arbeitslosigkeit”
Die übliche schön gerechnete Statistik die weder in der Zahl noch in der Wertigkeit was aussagt.
Wie viel Menschen zusätzlich zum Job Grundsicherung erhalten ist in dieserStatistik eben so wenig erfasst wie vermutlich die Summe aus BA und JobCenter Zahlen !
“Ach was sind wir doch so gut”
Eigenlob stinkt !