
Ein gutgelaunter Vorstand um den Vorsitzenden Ludwig Gleichmann ehrte einige verdiente Mitglieder. Fotos: Hilbert
Von DR. SVEN HILBERT
Fritzlar. Es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass Menschen ihre Freizeit opfern, um sich ehrenamtlich zu betätigen. Aber genau ohne diese Menschen wäre vieles nicht möglich, vor allem nicht in einem aktiven Vereinsleben.
Mit Recht ist der TuS Fritzlar mehr als stolz darauf, dass er über so viele Mitglieder verfügt, die den Verein am Leben erhalten. Jetzt bekamen einige von ihnen für ihre jahrzehntelange Treue sowie ihre sportlichen Leistungen in Vergangenheit und Gegenwart ihre wohlverdiente Ehrung.
Eine besondere Urkunde erhielt August Draude für seine 70-jährige Mitgliedschaft. In den 50er Jahren bekleidete der heute 86-jährige das Amt des zweiten Vorsitzenden. Für ihn nahm Ehefrau Christa die Ehrung entgegen.
„Was für eine Bereitschaft, für den Verein etwas zu geben“, so TuS-Vorsitzender Ludwig Gleichmann. „Er ist immer ein Gönner des Vereins gewesen“, sagte Manfred Rohde, der wie Draude der Fußballabteilung angehört und ebenfalls für seine 60-jährige Vereinstreue ausgezeichnet wurde.
„Einen Mann des Sports“, nannte der zweite Vorsitzende Udo Keck Manfred Rohde, denn in seiner Jugend sorgte er nicht nur auf allen möglichen Positionen als Fußballspieler für Furore, sondern versuchte sich auch im Reitsport, im Boxen und in der Leichtathletik. Gewürdigt wurden außerdem die Verdienste von Uwe Schmidt.
Mehr als 100 TuS-Mitglieder hatten ihn während der Jahreshauptversammlung Anfang März in Abwesenheit zum „Sportler des Jahres 2010“ gewählt.
„Beim Uwe war die überzeugende Begründung, dass er Deutscher Meister in der Altersklasse über 50 geworden ist und zwar im Duathlon“, verkündete Ludwig Gleichmann.
Der 52-jährige Berufssoldat und Triathlet, der demnächst in seinen 12. Auslandseinsatz geht, war auch vor seinem Titelgewinn schon eine wahre Sportskanone.
Allein sechs Mal war er beim „Iron Man“ auf Hawaii dabei. Wie oft er schon an hessischen und deutschen Meisterschaften teilgenommen hat, kann er schon längst nicht mehr zählen.

